Goldmedia-Studie: Kino ist Medium mit höchster Aufmerksamkeit

http://www.wuv.de/nachrichten/media_marktforschung/goldmedia_studie_kino_ist_…

Das ist so einer der Fälle, wo man etwas nur kurz “wegbookmarken” möchte, um es für die Nachwelt zu dokumentieren, und selbst nicht zu vergessen.
Goldmedia (die sind wirklich gut im “simplify your life”) hat einen neuen Index kreiert. Und zwar den Aufmerksamkeits-Index. Der berechnet sich als Kosten pro Zeit. Was die Aufmerksamkeit per se mit Zeit, geschweige denn mit Kosten zu tun hat, stelle ich mal nach hinten. Für mich hat das mehr was mit Nutzungsverfassung zu tun, aber egal.

Humbug²

 

Umsätze werden hier schön zusammengewürfelt mit direkten Umsätzen (Kosten der Besucher für Kino-Karten, Zeitungs-Abos, etc.) und den Werbeumsätzen der Medien. (in der Grafik sieht es übrigens so aus, als ob das Kino ca. den 10-Fachen Werbe-Umsatz von TV macht. Ist da eine Renaissance der Kino-Werbung im Gange?)

So. Was sagt der Index nun aus? Er setzt die Nutzungsdauer der Verbraucher ins erhältnis zu den Kosten, die der Verbraucher selbst und die Werbeindustrie für diese Aufmerksamkeit bezahlt. “Eine Stunde Zeitschriftennutzung ist 2,20 Euro wert.” Äh, ja. Von mir aus könnte man sagen: “Die Verlage erlösen mit einer Stunde Zeitschriftennutzung 2,20 Euro.” was das dann aber mit Aufmerksamkeit und Werbewirkung/Kontaktqualität, die da ja immer implizit mitschwingt, aussagt, versteht wohl nur Goldmedia.

Der Index hat keine Aussage, hat keine praktische Relevanz und ist nur mal wieder ein Beispiel für PR-Forschung und unkritischen “Fach-”Journalismus.

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